Cranio Flow
Cranio II

Cranio II

Cranio II

Lösen der cranialen Dura

Das Herzstück der craniosacralen Therapie sind natürlich die cranialen Techniken! Diese erlauben eine sanfte und gleichzeitig nachhaltige Lösung von Restriktionen in der cranialen Dura. Diese kleidet den ganzen Schädel von innen aus und stülpt sich in zwei Duplikaturen als Falx cerebri von oben zwischen die beiden Hirnhälften und von der Seite als Tentorium cerebelli zwischen Großhirn und Kleinhirn. Die intracranialen Membranen dienen als strukturelle Elemente im Schädel und stützen und nähren das Nervengewebe.

Der zweite Teil der Lernvideos nimmt die Techniken für die Lösung der intracranialen Membranen in den Fokus. Dabei wird anhand vieler Fotos und Illustrationen die Anatomie des Schädels und des Membransystems detailliert gezeigt. Wie immer geht es um die größeren Zusammenhänge, die uns die faszinierende Welt der Cranio erst só richtig erfühl- und erlebbar machen!

Eine Demonstration des gesamten Membransystems im Kopf hilft euch bei einer klaren visuellen Vorstellung der intracranialen Dura. Es wird noch einmal anschaulich dargestellt, wie sich die Falx und das Tentorium als Duraduplikaturen nach innen stülpen. Die Falx cerebri und das vertikale Membransystem sind der Schwerpunkt dieses Videos – denn die Falx zieht über eine lange Strecke am Os Frontalis entlang. Gleichzeitig schauen wir uns auch die anatomischen Beziehungen des Os Frontale an und wie immer wird am Schluss die Technik zur “Lösung” des Os Frontale gezeigt.

Die paarigen Ossa Parietale machen einen Großteil des Schädels aus und kommen an der Pfeilnaht, der Sutura Sagittalis zusammen. In diesem Bereich verläuft auch die Hirnsichel, das bedeutet wir sind auch wieder hauptsächlich am vertikalen Membransystem. Im Bereich der Sutur bzw. der Falx treten oft zahlreiche Spannungen auf, die sehr belastend sein können. Außerdem spielen die Parietalen eine Rolle für die Biomechanik im Kieferbereich. Wenn wir Restriktionen zwischen Parietalen und Temporalen lösen kann sich oft auch ein chronisch hypertoner Kiefer entspannen – lasst euch überraschen.


Der wohl komplexeste Schädelknochen, das schmetterlingsförmige Keilbein oder Sphenoid bildet mit allen anderen Schädelknochen eine Verbindung. Entsprechend zentral ist seine Rolle – und wenn wir das Keilbein ausbalancieren und dekomprimieren können, lassen sich oft sehr hartnäckige verschiedenartigste Symptome lindern. Im vorderen Bereich des Sphenoids setzt das Tentorium cerebelli, das Kleinhirnzelt, an – somit behandeln wir indirekt auch die horizontale Membran. Außerdem gibt es noch einen sehr spannenden Zusammenhang mit der Hypophyse… – mehr dazu im Video!

Die Temporalen spielen eine zentrale Rolle bei Kieferproblemen, schließlich sind sie einer der Gelenkpartner des Kiefergelenks. Wenn Hals-, Nacken- und Kaumuskulatur verspannt ist, werden die Temporalen unweigerlich komprimiert. Diese Spannung überträgt sich direkt auf das Tentorium und damit in das craniosacrale System. Und umgekehrt übertragen sich Spannungen von der cranialen Dura so sehr leicht auf die Muskulatur. Allein dieser Zusammenhang verdeutlicht schon die wichtige Rolle der Temporalen – ganz abgesehen davon, dass sie im Felsenbein auch noch das Innenohr beherbergen.

Die Kaumuskulatur wird vom Nervus Trigeminus innverviert und ist eng mit dem retikulären Alarmsystem verbunden. Darum lässt sich der Kiefer so schwer bewusst entspannen. Umso wichtiger sind neben einer Beruhigung des vegetativen Nervensystems sanfte craniosacrale Techniken wie die Dekompression des Kiefergelenks. Das Video zeigt euch die Biomechanik des Kiefergelenks und die entsprechenden Techniken, erst die Kompression zur sanften Mobilisierung des Gewebes und dann die Dekompression und damit nachhaltige Entspannung des Gelenks.

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